Fachklinik Prinzregent Luitpold

Umgang mit Heimweh

Liebe Eltern/Sorgeberechtigte,

Ihr Kind wird bald eine Rehabilitation in unserer Fachklinik Prinzregent Luitpold beginnen. Manchmal kann zu Beginn dieser Zeit Heimweh auftreten. Heimweh ist nichts Schlechtes sondern etwas Normales. Ca. 10% aller Kinder sind davon betroffen.

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Patientenbrief zu Heimweh
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  • Bereiten Sie Ihr Kind auf die Trennung vor, schaffen Sie Transparenz für ihr Kind, „Warum gehst
    du dorthin? Was wird gemacht bei einer medizinischen Rehabilitation? Was wird
    anders sein als zuhause? Wann wirst du zurückkommen? Wer wird dich abholen?" Vielleicht können Trennungen
    im Vorfeld auch schon einmal geübt werden.
  • Entfachen sie Vorfreude. Schauen sie gemeinsam die Internetseite an, kaufen Sie mit Ihrem Kind für die Reise ein und packen sie gemeinsam die Koffer, das gibt Sicherheit für die Reise.
    Besprechen Sie schon im Vorfeld mit Ihrem Kind wie der Abschied verlaufen wird.
    Fragen zum Ablauf der Anreise beantworten Ihnen gerne Frau Grath (Tel. 03881/896-1300, GrathE@klinikprinzregentluipold.de) und Frau Schwertfirm (Tel. 08381/896-1340, SchwertfirmG@klinikprinzregentluitpold.de).
  • Zeigen sie Vertrauen, Ihre eigene Unsicherheit überträgt sich auf Ihr Kind. Nehmen Sie bei Bedarf schon im Vorfeld Kontakt zur pädagogischen Leitung (Kontaktdaten s. o.) auf, falls bei Ihnen oder Ihrem Kind Unsicherheiten bestehen.
  • Kommen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind an, packen Sie mit ihm aus, schauen sie die Räumlichkeiten und die Umgebung an. Gehen sie wenn möglich gemeinsam zum Arzt, um es während des Aufnahmegesprächs zu unterstützen. Es erleichtert Ihnen die Ablösung von Ihrem Kind, wenn Sie die Personen kennen, die in den nächsten Wochen Ihr Kind durch die Rehabilitation begleiten.
  • Halten Sie die Verabschiedung möglichst kurz, ein kurzer Abschied bei Anreise oder nach einem Besuch erleichtert die Trennung. Wenn möglich verabschieden Sie sich einmal und dies in der Gruppe, so dass Ihr Kind gleich den Rückhalt des Erziehers hat. Planen sie konkret eine Ablenkung für die Zeit „nach dem Besuch" ein. Sprechen Sie dies ggf. mit den Erziehern der Gruppe ab.
  • Machen Sie ihrem Kind Mut. Erzählen Sie möglichst keine Dinge von zuhause, lassen Sie Ihr Kind von hier berichten, bestärken und motivieren Sie es positiv. Stellen Sie z. B. Fragen wie "Wen hast du schon kennengelernt? Welche Therapien hast du? Was macht ihr für schöne Unternehmungen?"
  • Anrufe können das Heimweh durch das Hören der vertrauten Stimme verstärken, vielleicht könnte Briefe oder Postkarten schreiben eine Alternative sein? Halten Sie sich bei Anrufen an die angegebenen Telefonzeiten.
  • Bestärken Sie Ihr Kind, sich bei Heimweh an die Erzieher zu wenden, sich Unterstützung zu holen und sich anvertrauen. Vielleicht kann ein Kalender zum Abstreichen oder Abschneiden hilfreich sein?
  • Für die Stärkung des Selbstvertrauens und zur Förderung der Selbstständigkeit ihres Kindes ist die Bewältigung von Heimweh ein ganz wichtiger Schritt. Kinder, deren Eltern Ihnen die Bewältigung einer schwierigen Anfangszeit zutrauen, haben die Chance, die Zeit der Rehabilitation bis zum Ende zu schaffen. Dies wird in der Regel als Erfolg erlebt und gewertet.
  • Besprechen Sie mit den Betreuern, welche Gewohnheiten Ihr Kind hat: Rituale geben Sicherheit. Oder geben Sie einen vertrauten Gegenstand mit: Das kann ein Kuscheltier, ein Kissen, ein Foto oder eine Lieblings-CD sein.
  • Versprechen Sie Ihrem Kind nicht, es abzuholen oder die Reha zu verkürzen, falls es sich einsam fühlt oder am Telefon weint: Sonst wartet es nur auf diesen Tag und arbeitet mit allen Mitteln vielleicht darauf hin, dass er schneller kommt als geplant. Wenden Sie sich direkt an die Erzieher bei „Heimweh-Anrufen" Ihres Kindes.

Kontakt

Fachklinik Prinzregent Luitpold
Oberschwenden 1
88175 Scheidegg/Allgäu

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