Fachklinik Prinzregent Luitpold

Häufig gestellte Fragen

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Anhand von Vorbereitungsbüchern (Prüfungsaufgaben der Vorjahre) werden sie mit Aufgabenstellungen vertraut gemacht. Wir besprechen mit ihnen Vorgehensweisen um sie fachlich und emotional auf die Prüfungssituation vorzubereiten.

Zudem gibt es die Möglichkeit, Klassenarbeiten der Heimatschule in der Klinikschule zu schreiben. Es erfolgt eine Zusendung an den Heimatlehrer zur Bewertung

 
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Es werden die Kernfächer aller Schularten und Jahrgangsklassen unterrichtet, bei Bedarf erhält das Kind auch Zeit, sich mit dem Stoff in den Nebenfächern zu befassen, wenn z.B. eine Klassenarbeit oder ein Referat ansteht.

 

Unterrichtet werden Englisch, Latein, Französisch und Italienisch.

 
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Ja, wir bieten, in Absprache mit der Heimatschule und dem Ärzteteam unseres Hauses die Möglichkeiten an, Klassenarbeiten bei uns zu schreiben, wenn nicht medizinisch-therapeutische Gründe dagegen stehen. Die Arbeiten werden zur Korrektur an die Heimatschulen geschickt.

 

In unseren Klassen werden 8 – 12 SchülerInnen unterrichtet. Die Klassen sind schulartübergreifend aber in etwa altershomogen. So wird miteinander und voneinander Lernen unterstützt.

 

Kinder erhalten im angemessenen Rahmen Hausaufgaben, die durch die Lehrkräfte in regelmäßig kontrolliert werden.

 
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Wir sind eine staatlich anerkannte Schule.
Alle Lehrkräfte an unserer Schule sind staatlich ausgebildet. Unser Kollegium besteht aus Sonderschullehrern verschiedener Fachrichtungen (unter anderem emotionale-soziale Entwicklung, geistige Entwicklung, körperliche-motorische Entwicklung), Grund-, Hauptschul,- und Realschullehrkräften mit langjähriger Erfahrung auch im Stoff der gymnasialen Oberstufe und in der Beschulung chronisch/ psychisch kranker Kinder und Jugendlichen.

 

Oft hatten Kinder vor der Reha krankheitsbedingt hohe Schulfehlzeiten. Wenn das Kind durch die Reha gesundheitlich stabilisiert werden kann, treten nach der Reha im bestmöglichsten Fall  keine bzw. kaum mehr Fehlzeiten auf. Die schulische Leistungsfähigkeit kann durch die Reha positiv beeinflusst werden.

 

Wichtig sind die Bücher und Arbeitshefte für die Hauptfächer und die wichtigsten Schulhefte, außerdem, wenn vorhanden, Arbeitsblätter, damit wir uns einen Überblick verschaffen können.

 
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Ja, für SchülerInnen aus Bayern und Baden-Württemberg ist das in den theoretischen Fächern möglich. Wir oder die Heimatschule melden die betreffenden Jugendlichen an der nächst gelegenen Mittel – bzw. weiterführenden Schule als GastschülerIn für die schriftlichen Arbeiten an.

Wir begleiten die Jugendlichen am ersten Tag zur dortigen Schule und sorgen dafür, dass alles geregelt ist und der/ die Jugendliche sich sicher und gut aufgehoben fühlen kann. Unser Fahrdienst sorgt dann für den weiteren Transport.

Die Arbeiten werden von der Gastschule zur Korrektur direkt an die Heimatschule geschickt.

Bei Schülern aus den anderen Bundesländern erfolgt die Absprache mit der Heimatschule, welche Möglichkeiten es gibt.

 

Es gibt keine klare gesetzliche Regelung. Zur Erfüllung der Schulpflicht heißt es im BayEUG, Artikel 41, Absatz 2:

„Schulpflichtige, die sich wegen einer Krankheit längere Zeit in Einrichtungen aufhalten, an denen Schulen oder Klassen für Kranke gebildet sind, haben die jeweilige Schule oder Klasse für Kranke zu besuchen, soweit dies nicht aus medizinischen Gründen ausgeschlossen ist."

In § 30 Abs. 3 Satz 1 der bayer. Grundschulordnung heißt es: „Schülerinnen und Schüler können auf schriftlichen Antrag in begründeten Ausnahmefällen vom Unterricht in einzelnen Fächern befreit oder vom Schulbesuch beurlaubt werden".

§ 4 Schulbesuchsverordnung Baden Württemberg:

„Als Beurlaubungsgründe können außerdem insbesondere anerkannt werden: Heilkuren oder Erholungsaufenthalte, die vom Staatlichen Gesundheitsamt oder vom Vertrauensarzt einer Krankenkasse veranlasst oder befürwortet worden sind."

 

„Längerfristig kranke Schüler befinden sich in einer erschwerten Lebenssituation. Ihre Gesundheit, ihr psychisches Gleichgewicht und ihre sozialen Beziehungen sind beeinträchtigt. Der Unterricht (an der Schule für Kranke)soll die Befürchtungen vermindern, in den schulischen Leistungen zurückzubleiben, und die Wiedereingliederung in den normalen Schulbetrieb vorbereiten. Die Stärkung des Gesundungswillens und des Selbstwertgefühls gehören ebenso wie die angemessene Förderung zu den Zielen des Unterrichts mit kranken Schülern." ( Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, www.elternwissen.com).

Ein krankes Kind braucht möglichst schnell Hilfe, weil es von Beginn an in seiner Lernfähigkeit beeinträchtigt ist.

Eine frühzeitige Behandlung ist wichtig, da Störungsbilder wie Angst, Depression, Kopfschmerz schnell chronisch werden mit weiteren negativen Konsequenzen für Leistungsfähigkeit und Schulerfolg.

Die Klinikschule versteht sich als Therapiebaustein (eingebettet in das Therapiekonzept) in enger Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Fachbereichen der Klinik wie Medizin, Psychologie, Therapie und Pädagogik.

Bei Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten oder Teilleistungsstörungen, die sich besonders im schulischen Kontext bemerkbar machen wie z. B. AD(H)S, Lese-Rechtschreib-Störung, Rechenstörung, Schulangst, Schulverweigerung, ist Schule während der Reha ein zusätzliches Übungsfeld für die Umsetzung der erlernten Strategien.

Aufbau von Strategien im Umgang mit Krankheitsbild im Rahmen des schulischen Lernens als Chance, voneinander und miteinander zu lernen, von den Erfahrungen anderer betroffener Patienten zu profitieren: Welche Strategien sind hilfreich?

Das geschulte Lehrerteam in der Reha-Einrichtung  kann die Brücke schlagen zwischen Anforderungen der Schule und der Anwendung der in den Therapien gelernten Techniken, „Trainingsfeld Schule".

 
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Wenn ein Kind in der Heimatschule nicht mehr mitkommt bzw. den Anschluss verpasst hat, besteht die Chance darin, das Kind zu stabilisieren, die Misserfolgsorientierung zu unterbrechen, und Erfolgserlebnisse zu schaffen, weil das Kind im Mittelpunkt steht, nicht der Stoff! Das Kind darf in seinem eigenen Lerntempo lernen und muss sich nicht immer mit den besseren der Klasse vergleichen.

Das Kind wird da abgeholt, wo es leistungsmäßig wirklich steht, Defizite werden bearbeitet und wenn nötig, am Fundament gearbeitet, fehlendes Basiswissen aufgebaut

Durch den Aufbau von Selbstbewusstsein und durch Erfolgsorientierung sowie positive Verstärkung auch kleiner Lernschritte können Lernblockaden durchbrochen werden.

Zudem arbeiten wir diagnostisch, um mögliche Teilleistungsstörungen abzuklären.

Wir klären, ob ein Nachteilsausgleich möglich ist und beraten Sie diesbezüglich, z. B. bei Lese-Rechtschreib-Störung, aber auch bei Kopfschmerz und/ oder psychischen Störungen.

 

Nein, nicht zwangsläufig. Da wir sehr individuell arbeiten und unsere Lerngruppen klein sind, kann der Patient in seinem eigenen Lerntempo arbeiten und wird bei Schwierigkeiten gezielt unterstützt. Wir unterstützen das selbstverantwortliche Lernen, indem wir mit den Schülern Strategien erarbeiten, die ihnen helfen, ihre  Schwierigkeiten zu überwinden. Sollte sich herausstellen, dass eine massive Überforderung der Grund für gesundheitliche/ psychische Probleme ist, überlegen wir gemeinsam mit Ihnen und den behandelnden Therapeuten, ob eine Klassenwiederholung oder ein Schulwechsel sinnvoll sein können. Der Reha-Aufenthalt kann auch die Chance für einen Start einer neuen, positiveren Schulbiographie sein.

 

Die Kinderrehabilitation muss nicht in den Ferien stattfinden. In allen Rehabilitationseinrichtungen wird Schulunterricht angeboten. Die Kinder werden in den Hauptfächern unterrichtet und arbeiten möglichst mit dem Lehrmaterial der Heimatschule.

 

Auch das Geschwisterkind nimmt am Schulunterricht teil. Nähere Informationen zum Umfang erteilt die Rehabilitationseinrichtung.

 

In den Räumlichkeiten der Klinikschule.

 

Verordnung über die Errichtung und den Betrieb sowie Schulordnung der Schulen für Kranke in Bayern (Krankenhausschulordnung – KraSO) schreibt für die Schulen für Kranke in Bayern im Kern einen Unterrichtsumfang von 10 Stunden pro Woche vor. Für diese Anzahl ist auch der Versorgung mit Lehrkräften durch die Regierung ausgelegt.

Der  Umfang der medizinisch notwendigen Therapien/Behandlungen erfordert tatsächlich eine Reduzierung der  Unterrichtszeit, da Behandlung/Therapie und „Vollzeitschule" das kranke Kind überfordern würden (kontraproduktiv). Neben der Kernunterrichtszeit erhält ihr Kind je nach Bedarf und Kapazität zusätzlichen Unterricht, in dem eine individuelle Förderung möglich ist.

 
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Die Zusammenstellung des Schulstoffs für den Reha-Aufenthalt erfolgt in der Regel durch die Lehrkräfte der Heimatschule. Kinder nehmen ihre eigenen Schulunterlagen mit in die Klinik.

Jeder Schüler bekommt seinen eigenen Lernplan/Wochenplan. Dieser orientiert sich sowohl an den Lerninhalten der Heimatschule als auch am Lern- und Entwicklungsstand des jeweiligen Schülers.

Heimatschule und Klinikschule stehen in Austausch bezüglich des Unterrichtsstoffs.

Die Förderung der Schüler findet in kleinen, altersgemischten, Schulart übergreifenden Lerngruppen mit individuell abgestimmten Unterrichtsmaterialien statt.

 

Bei Schulverweigerung/Schulangst gehen wir in kleinen Schritten vor:

  • behutsames Heranführen an den Unterricht evtl. im Einzel- oder Kleinstgruppenunterricht
  • reduzierte Unterrichtszeit mit allmählicher Steigerung in enger Absprache mit den Ärzten und Therapeuten der Klinik
  • Anpassung des Unterrichts an die Interessen des Kindes um es zu motivieren
  • Wir verfügen über ein großes, individuell abgestimmtes Repertoire an Lernmethoden, die sich am Kind orientieren
  • Wir legen großen Wert auf die emotionale Förderung durch spielerisches Lernen
  • Wenn die Heimatschule ortsnah ist, bieten wir eine Nachbetreuung oder engen Kontakt zur Heimatschule an
 
W

Nein. Da der Lernstoff von der Heimatschule vorgegeben wird, kann der Schüler/ die Schülerin die wesentlichen Lerninhalte hier erarbeiten. Falls Noten für das Übertrittszeugnis gebraucht werden, können Klassenarbeiten hier geschrieben werden.

 

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